Bevölkerungspyramide

Polemik 22: Bevölkerungspyramide, Kindergeld, Förderung
Mir stößt es immer schal auf, wenn die Parteien und insbesondere die Regierung und Wirtschaft feststellen „Die Bevölkerungspyramide in Deutschland ist aus dem Gleichgewicht“. Aber das ist sie ja schon seit Jahrzehnten. In Zukunft muss die arbeitende Bevölkerung pro Kopf immer mehr Rentner versorgen.
Das ist eine Tatsache, aber schon lange bekannt!
Und was/wie soll die Lösung des Problems sein?
(Vielleicht sollten als erstes auch alle in das Rentensystem einzahlen!)
Die Steigerung der Geburtenrate sollte neben dem hilflosen Ruf nach gezielter Einwanderung die Lösung sein, aber wie kann dies gelingen?

Sogar in der Merkel-Flüchtlingswillkommenswelle 2015/16 (2015 476.649, 2016 745.545 Asylanträge lt. BAMF) wurde argumentiert, dass diese helfe, den Anteil an arbeitender Bevölkerung zu stärken. Nur man vergaß immer zu sagen, in welchem Jahr dies wirksam würde.
Im Zeitraum Januar bis Juli 2017 waren z.B. 75,7 % der einen Asylerstantrag stellenden Personen jünger als 30 Jahre. Davon ist mit 23 % die Gruppe „Kinder unter 4 Jahren“ bedeutend. Fast zwei Drittel aller Erstanträge wurden von Männern gestellt. Davon ist die größte Gruppe die „Männlichen 18-35 jährigen Antragsteller“ mit ca. 40 % (alle Angaben BAMF). Die Frage stellt sich doch, wieviele der Asylanten können wievielen Rentnern die Rente sichern!
Es ist realistisch, nicht populistisch, abzuschätzen, dass nur eine Minderheit der Asylanten und vor allem Asylantinnen in der Lage sein wird, einen ausreichenden eigenen Rentenanspruch durch eigene Arbeit zu erwerben.Das ist kein Vorwurf, sondern eine Tatsache! Dabei setze ich nicht unrealistisch voraus, dass auch nach Wegfall der Asylgründe, die Mehrheit der Familien letztlich in Deutschland bleiben werden.
Die Integration in den deutschen Arbeitsmarkt mit der notwendigen Bezahlung und den Arbeitsjahrzeiten wird durch Sprach-und Ausbildungsdefizite wohl für die heute über 30jährigen Asylerstantragsteller kaum möglich und für den dann folgenden meist weiblichen Familiennachzug fast unmöglich sein.
Auf geraume Zeit werden für die Gesamt-Unterhaltskosten der Asylantragsteller ca. 30 Milliarden Euro pro Jahr aus dem Staatshaushalt benötigt.
Die sind einfach da, OK, wir helfen!
Aber die jetzige Regierung hat kein Wort verloren, was denn ursprünglich mit diesem Geld geplant war. Argumentiert wurde nur, es gibt keine Streichungen im Etat der einzelnen Ministerien. Wie populistisch ist denn so eine Argumentation. Wo bleibt die Offenheit und Ehrlichkeit?

Und nun zurück zum Lebensbaum der deutschen Bevölkerung, die 20% Bevölkerung mit Migrationshintergrund eingeschlossen. Ich glaube der Begriff deutsche Bevölkerung ist gar nicht mehr politisch erwünscht oder?
Wann nennen wir Deutschland (offizieller Name: Bundesrepublik Deutschland) um? Werbeagenturen macht Vorschläge, die Politiker werden es euch danken. Die „ehemalige“ deutsche Fußballnationalmannschaft heißt ja auch nur noch „Die Mannschaft“ und alle Reporter müssen mitmachen!
Um den Lebensbaum gerade zu rücken, müssen die jungen Frauen, die jungen Familien, polit-moralisch und wirtschaftlich gestärkt werden. Wie wäre es mit einer drastischen Erhöhung des Kindergeldes (pro Kind mehr als 500.-€/Monat) und ein „Wiedereingliederungsgeld in das Arbeitsleben“ für die Mütter von mehr als 1.500.-€ netto pro Monat 2 Jahr lang und kostenlose Kinderbetreuung bis zum 6. Lebensjahr?
Ich bin mir sicher die Geburtenziffer (Kinder pro Jahrgangs-Frau) würde von 1,5-1,9 (ist sehr jahrgangsabhängig, 2015 in D. z.B. nur 1,5) auf die notwendige Zahl größer 2 steigen. (Rund 20 Mio. Frauen gibt es im Altersbereich 20 -39 Jahre, davon haben ca. 40 % 0 Kinder, 1 Kind haben ca. 30 %, 2 Kinder und mehr haben ca. 30 %.) Sicher würde die bevölkerungspolitische Wirksamkeit auch erst in ca. 20 Jahren beginnen. Aber lieber jetzt beginnen als nie!
Und wenn ihr fragt woher kommt das Geld (Kindergeld schon ca. 100 Milliarden € pro Jahr + Wiedereingliederungsgeld, vielleicht die gleiche Summe) dann sage ich provokatorisch:
„Woher kam das Geld, siehe Text oben!“

Und wie ist es mit gezielten, abgestimmten Investitionen der europäischen Wirtschaft in die Infrastruktur, Ausbildung, Produktion und Landwirtschaft der Entwicklungsländer (sicher mit Auflagen)? Wenn bei uns die Arbeitskräfte knapp werden, sollte doch die Produktion auch mal in das Entwicklungsland migrieren, da brauchen die Menschen sich nicht mehr auf den Weg machen.
Gezielte Einwanderung bedeutet gleichzeitig gezielte Schwächung anderer Länder, sagt das doch ehrlich!